Samstag 04.02.2012 um 15 Uhr
Neue Einblicke in eine alte Kunstform gewährt die Schau "Das Christkind im Glasschrein - Vom Zauber barocker Klosterarbeiten" im CM. Es sind detailverliebte, farbenfrohe, prunkvolle und bisweilen sogar ein bisschen kitschige Momentaufnahmen von Heiligen, vornehmlich dem Christkind.
Wie es in einem reich verzierten Bettchen liegt, ein Mäntelchen trägt, von einer Scheibe geschützt in die Welt schaut. Diese Art von Heiligen- und Reliquienkult geht zurück auf barocke Klosterarbeiten, die ab Mitte des 16. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung erlebten – heute aber nahezu in Vergessenheit geraten sind. „Nicht aber bei der Mönchengladbacher Sammlerin Monika Lennartz, die uns für diese Schau Stücke aus ihrer Sammlung und Werkstatt leiht“, sagt CM-Direktorin Dr. Dagmar Preising.
Viele der Wallfahrtsjesulein, bäuerlichen Fatschenkinder, Reliquien-, Votiv- und Andachtsbilder sowie Wiegen- und Schachtelkinder hat Lennartz selbst gemacht. „Sie setzt sich schon so lange und intensiv mit dem Thema auseinander, dass sie eine Expertin ist“, unterstreicht Preising das Fachwissen ihrer Mitkuratorin. Man muss die kleinteiligen Exponate sehen und wirken lassen. Und das Thema passt obendrein schön zum Advent...
Link zum Veranstalter: Couven-Museum